Ein interdisziplinäres Konzert mit Midori Seiler
Musik für Barockgeige in den Raum zu stellen und sie einerseits mit Werken Georg Philipp Telemanns und andererseits mit Kompositionen der japanischen Komponistin Malika Kishino sowie Briefen und Gedichten zweier Frauen aus dem 11. und 17. Jahrhundert, Sei Shonagon und Liselotte von der Pfalz, in Szene zu setzen, ist Midori Seilers weit gespannter Ansatz. Er setzt sich mit historischen und kulturellen Gegensätzen sowie tiefen Spannungen zwischen verschiedenen Epochen, Kulturen und Sprachen auseinander. Thematisch steht im Mittelpunkt die Umsetzung des sehr intimen Erlebens der Entwurzelung, Heimatlosigkeit, Fremdheit und eines Neuanfangs. Sowohl Malika Kishino als auch Midori Seiler sind mit den Erfahrungen der Migration biografisch vertraut. Der Dialog von Musik, Literatur und Kunstraum mit Videoinstallationen eröffnet in der szenischen Bearbeitung eine sehr subjektive Positionierung.
Das Konzert findet im Bühnenraum des Theaters statt.
Mit
Midori Seiler (Violine)
Regie, Konzept
Dominique de Rivaz
Bühnenbild
Anne Ramseyer Duplain
Lichtkonzept
Dominique Dardant
Bühnenausstattung
Xavier Hool
Programm
Malika Kishino
„Snow, Moon, Wind and Flowers“
Georg Philipp Telemann
Fantasie für Violine solo Nr. 2 G-Dur
Fantasie für Violine solo Nr. 12 a-Moll
Texte
Auszüge aus „Das Kopfkissen der Sei Shónagon“
und Auswahl aus Briefen von Liselotte von der Pfalz
Vorverkauf 17. November 2026
Mit freundlicher Unterstützung der Familie Ruttmann
Foto © Midori Seiler