nach John Gay’s Beggar’s Opera
Der Augsburger Bertolt Brecht war gerade 30 Jahre alt, als er zusammen mit Elisabeth Hauptmann und dem Komponisten Kurt Weill im Sommer 1928 in wenigen Wochen auf der Grundlage von John Gay’s „Beggar’s Opera“ seine kapitalismuskritische Oper schrieb, die „so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen“ und „so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können“.
London, Soho. Hier regiert, wer die Klaviatur der Korruption beherrscht. Jonathan Peachum, Boss einer Bettlermafia, treibt seinen erfolgreichen Handel mit der Beratung und Ausstattung der Ärmsten und setzt auf das schlechte Gewissen der Menschen. 50 Prozent der Einnahmen der Bettler gehen direkt an ihn. Gangsterboss Macheath, genannt „Mackie Messer“, dagegen hat sich ganz dem dunklen Crime-Business von Raub und Mord verschrieben und verbringt seine Zeit am liebsten im Bordell. Durch einen guten Draht zu seinem Jugendfreund „Tiger“ Brown, der mittlerweile oberster Polizeichef Londons ist, hat er sich eingerichtet. Doch als er Peachums Tochter Polly heiratet, geraten die beiden Geschäftsmänner zum ersten Mal in einen direkten Konflikt und die Territorien müssen neu verteilt werden. Dass Mackie zusätzlich mit Browns Tochter Lucy ein Verhältnis hat, erschwert seine Situation und am Ende kann nur des Königs reitender Bote helfen.
Der Triumphzug der Dreigroschenoper hält bis heute an, nicht zuletzt wegen der genialen Musik Weills und der kongenialen Songtexte von Brecht.
Theater Kempten gGmbH
Regie
Silvia Armbruster
Musikalische Leitung
Philip Tillotson
Ausstattung
Michael S. Kraus
Abonnement M (Musikalisch), W (Wahl-Abonnement)
Preisklasse PK 1
Vorverkauf 17. November 2026
Foto © Brigitta Weizenegger