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Das AMsemble: Ajax

Samstag, 18.04.2026 | 19.30 Uhr | 15 €  

Schauspiel von Thomas Freyer

Es geht um Familie in den Zeiten eines Krieges heute und in der antiken griechischen Mythologie. Vater: Michael-Ajax, Mutter: Christiane-Tekmessa, Sohn: Jonathan-Eurysakes. Griechen überfallen Troja,
Russen die Ukraine.

Die Protagonisten zeigen erwartbare, aber auch unerwartete, oft seltsam zwangsläufig gebrochene Verhaltens- und Handlungsweisen. Die aktivistischen Väter manövrieren sich mit ihrem Dominanzgehabe in groteske ausweglose Situationen. An diesen Vätern arbeiten sich die Söhne ab, verweigern sich den Müttern und glauben, als Antwort auf ihre jungen Erfahrungen eine (Anti)Existenz entwickeln zu müssen. Die auf die Mütter- und Zuliefererrolle fixierten Frauen brechen aus, beanspruchen immer deutlicher Individualität und erringen Freiheit.

Antike Mythologie und gegenwärtige Realität gehen ineinander über. Viele Szenen laufen deshalb auch simultan ab. Ein Chor auf eigener Ebene, die bis in den Zuschauerraum reicht, demonstriert und kommentiert Geschehen, fasst Handlungen zusammen, berichtet über außerhalb ablaufende Vorgänge (Teichoskopie).

Das Sein, die aggressive Welt, bestimmt das Bewusstsein.

Thomas Freyer, geboren 1981 in Gera, nahm nach dem Abitur zunächst am Paul-Maar-Seminar (Kinder- und Jugendtheaterdramatik) in Wolfenbüttel teil. Von 2002 bis 2006 studierte er Szenisches Schreiben an der Universität der Künste (UdK) Berlin.

Er wurde verschiedentlich ausgezeichnet, so erhielt er 2006 das Dramatiker-Stipendium des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI, 2007 den Förderpreis des Schiller-Gedächtnis-Preises des Landes Baden-Württemberg sowie 2017 den Förderpreis des Lessingpreises des Freistaates Sachsen.

2023 erhielt er für sein Stück Ajax Versuche (Arbeitstitel) das Harald Gerlach-Stipendium der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen.

Vorverkauf 3. März 2026

Weitere Informationen zum AMsemble finden Sie hier.

Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Hamburg

Szenenfotos (frühere Produktionen) © Bernd Müller

Details

Datum:
18. April
Zeit:
19.30
Eintritt:
15 €
Kategorien:
News, Theater

Veranstaltungsort