Fremde Schönheit

Ein Konzert für Klavier und Elektronik

Karlheinz Stockhausen prägte den Begriff „Fremde Schönheit“ für die Vision einer Musik, die sich nicht auf eine vertraute, tausendmal-erfahrene Schönheit ausrichtet, sondern auf eine unbekannte, unerhörte, in ihrer Fremdheit tief faszinierende. Selten gespielte Klavierwerke von Stockhausen – darunter zwei Klavierstücke aus seinen „Licht“-Opern, in denen der Pianist zusätzlich zum Klavierspiel Stimmklänge und -geräusche, Pfeifen, Rufen und Singen in szenischen Anweisungen ausführt – werden mit dem großen Klavierwerk „Shadow of Bells“ von Hans Tutschku kombiniert. In diesem Werk – Reflexion eines Japan-Aufenthaltes des Komponisten – bildet die Live-Elektronik mit ihren vielen fremd-faszinierenden Klängen, die an Glocken erinnern, einen großen Raum um das live gespielte Klavier.

Pianist Frank Gutschmidt beschäftigt sich eingehend mit dem Werk Stockhausens und pflegte eine intensive Zusammenarbeit mit dem Komponisten. Seine Interpretationen wurden bei den Internationalen Stockhausen-Kursen zweimal mit Preisen ausgezeichnet. Andre Bartetzki arbeitet als Klangregisseur, Live-Elektroniker, Programmierer und Entwickler im Bereich Neue Musik, Klang- und Medienkunst und gibt weltweit Workshops und Vorträge über elektroakustische Komposition und Programmierung.