Nathan der Weise

Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessing reagierte mit seinem letzten Werk auf die religiöse Orthodoxie und Intoleranz seiner Zeit. Ort der Handlung ist Jerusalem um 1190, zur Zeit des dritten Kreuzzugs, eine Stadt, in der Christentum, Islam und Judentum direkt aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt des Stücks steht die berühmte Ringparabel, die sich um die Frage dreht, welche der drei großen Weltreligionen die wahre sei. Nathans Antwort, der zufolge keiner der monotheistischen Religionen der Vorzug gegeben werden kann, hat an Aktualität bis heute nichts verloren.

Bei der Entwicklung des Regiekonzeptes spielten für Andreas Hueck Jugendliche von Anfang an eine große Rolle. Schülerinnen und Schüler des ErasmusGymnasiums werden im Rahmen eines einwöchigen intensiven Workshops in die Inszenierung eingebunden und stehen gemeinsam mit den professionellen Protagonisten in der Vorstellung, dem Abschluss und Höhepunkt des Projektes, auf der Bühne.