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-ENTFÄLLT-

The Who and the What

Schauspiel in zwei Akten von Ayad Akhtar

„Der Riss der Zeit geht durch das Herz“, so übertitelt Autor Daniel Kehlmann seine Laudatio auf Ayad Akhtar, der von einer internationalen Jury mit dem Erwin Piscatorpreis 2019 ausgezeichnet worden war. Ein „Riss der Zeit“ geht auch durch das Herz und die Familie des aus Pakistan nach Atlanta, USA eingewanderten Familienpatriarchen Afzal. Da er aus Überzeugung die überlieferten Konventionen und Werte seines Heimatlandes aufrechterhält, gerät er in einen emotional unlösbaren Vater-Tochter-Konflikt. Afzal hat sich von einem einfachen Taxifahrer zu einem überaus erfolgreichen Unternehmer hochgearbeitet und sich nach dem Tod seiner Frau liebevoll um die Erziehung seiner beiden nun erwachsenen Töchter gekümmert.

Die jüngere Tochter Mahwish möchte endlich die Frau ihres Langzeitfreundes werden, muss – da Afzal an den Traditionen seiner Vorfahren festhält – aber warten, bis ihre ältere Schwester Zarina verheiratet ist. Auf muslimlive.com, einem muslimischen Ehepartnerportal, sucht Afzal heimlich einen Mann für sie. In einer entwaffnend komischen Szene prüft er Eli, einen zum Muslim konvertierten Amerikaner auf Glaubensfestigkeit, Einkommen und Kinderwunsch. Dieser – inzwischen achte Kandidat – entspricht all seinen Vorstellungen und wird tatsächlich Zarinas Ehemann. Doch Zarina ist weit davon entfernt, die konventionellen Ideale ihres Vaters zu teilen und veröffentlicht ein brisantes Buch über den Propheten Mohammed, das in seiner Liberalität purer Sprengstoff ist und Afzal in große Bedrängnis bringt…

Zwischen Komik und Tragik entwickelt Ayad Akhtar ein Schauspiel, das bei bester pointenreicher Unterhaltung doch auch nachdenklich stimmt.