Lenya Story

Musikalische Hommage an einen deutschen Weltstar

Von Torsten Fischer und Herbert Schäfer

"Surabaya-Johnny", das Lied der Seeräuber-Jenny, der "alte Bilbao-Mond" oder "Moon of Alabama" - Generationen von Europäern und Amerikanern wies Lotte Lenya den "Weg in die nächste Whisky-Bar". Nach der brillanten Billie-Holiday-Hommage "Blue Moon" ist "Lenya Story - Ein Liebeslied" nun der zweite große Wurf des Dream-Teams MacDonald / Fischer / Schäfer / Triantafillopolus zum Themas starke Frauen. Sona MacDonald spielt Lotte Lenya, Tonio Arango die Männer in ihrem Leben: Bert Brecht, Kurt Weill, George Davis und Russel Detwiler.

Karoline Wilhelmine Charlotte Blamauer, geboren am 18. Oktober 1898, aufgewachsen in der Ameisgasse im 14. Wiener Bezirk Penzing, Tochter eines Fiakerkutschers und einer Wäscherin, wird als Lotte Lenya die berühmteste Wiener Künstlerin des 20. Jahrhunderts. Erste Theatererfahrungen sammelt sie in Zürich und Berlin, wo sie dem Komponisten Kurt Weill begegnet: der Beginn einer großen, unkonventionellen Lebens- und Liebesgeschichte. Nach einem Vorsingen bei Bertolt Brecht wird sie die legendäre Jenny in der Uraufführung der "Dreigroschenoper". Der aufkommende Nationalsozialismus und wachsende Antisemitismus macht die Arbeitssituation für Kurt Weill in Deutschland unerträglich.

Lotte Lenya emigriert mit dem berühmten Komponisten 1935 in die Vereinigten Staaten. 1981 stirbt die österreichische Sängerin New York.