Amberger Chorgemeinschaft

Haydn wurde bei seinen England-Besuchen in den 1790iger Jahren – er hörte dort die großen Oratorien Händels – zur Komposition eines eigenen Werkes angeregt. Er fand das Thema „Die Schöpfung“ inspirierend und seiner eigenen Aussage nach war die Komposition für ihn eine grundlegende religiöse Erfahrung.

Das nach Miltons Dichtung „Das verlorene Paradies“ und von Baron Gottfried van Swieten aus dem Englischen übersetzte Werk erlebte seit seiner Uraufführung in Wien am 29. April 1798 eine bis auf den heutigen Tag ungebrochene Popularität. Nicht der ungeheure Erfolg, den die „Schöpfung“ speziell in den ersten beiden Jahren nach ihrer Uraufführung erlebte, macht ihren einzigartigen Rang aus, sondern vor allem die Tatsache, dass diese Begeisterung über Haydns Heimatland Österreich hinaus auch in England, Spanien, Italien und selbst im weitentfernten Russland geteilt wurde. Die Musik überwand Grenzen und religiöse Barrieren. Die Beliebtheit des Werkes hielt auch im 19. Jahrhundert unvermindert an und führte überhaupt erst zur Bildung der Laienchorkultur jener Zeit. Auch in unserer Zeit gehört das Werk zu den meistaufgeführten Chorwerken.