Dada Masilos SCHWANENSEE

Freche Neuinterpretation aus südafrikanischer Sicht

„Schwanensee“ mal anders: Dada Masilo, Shootingstar der südafrikanischen Tanzszene, schafft mit Talent, Humor und hervorragenden Tänzern eine hinreißende Dekonstruktion des europäischen Ballettklassikers – weiße Tutus, schwanenhafte Grazie und romantische Liebesgeschichte inbegriffen. Ihr „Schwanensee“ thematisiert auch aktuelle Themen wie Geschlechterrollen, Homophobie oder AIDS und verbindet klassische mit zeitgenössischer und afrikanischer Bewegungssprache. Ein „Schwanensee“-Crashkurs aus afrikanischer Sicht, der den Dualismus von „weißem“ und „schwarzem“ Schwan mit Witz und zugleich Respekt für die Vorlage konterkariert.
Dada Masilo über „Schwanensee“: „Als ich meine Tanzausbildung im Alter von 12 Jahren aufnahm, war ‚Schwanensee‘ das erste Ballett, das ich sah. [...] Ich schwor mir, eines Tages meinen eigenen ‚Schwanensee‘ zu choreografieren. [...] Ich bin mir nicht ganz sicher, wann ich auf die Idee kam, Klassisches Ballett mit afrikanischem Tanz zu verschmelzen, aber irgendwie fühlte es sich richtig an. [...] Wir singen in der Brautpreis- und der Hochzeits-Szene, genauso wie das bei traditionellen afrikanischen Festen der Fall ist. Es gibt auch jede Menge Rufe, Schreie und Geheul. Dieser ‚Lärm‘ ist Teil unserer Kultur. Südafrikaner vokalisieren alles. Meist halten uns andere Menschen für laut und sehr energiegeladen. Mit diesen Wahrnehmungen und Vorurteilen spiele ich.“
Mit Kompositionen von Peter I. Tschaikowski, Camille Saint-Saëns, Arvo Pärt und Steve Reich