Des Teufels General

Schauspiel von Carl Zuckmayer

Berlin, Spätherbst 1941. Zu Ehren einiger beurlaubter Front-Offiziere gibt Fliegergeneral Harras, der von der Gestapo verdächtigt wird, in die Sabotage-affäre um mysteriöse Abstürze von Kampfmaschinen verwickelt zu sein, in einem Berliner Restaurant eine Gesellschaft. Dabei scheut sich der Draufgänger nicht, das NS-Regime zu verspotten und macht daraufhin Bekanntschaft mit den Methoden der Gestapo. Ihm wird ein Ultimatum gestellt: Innerhalb von zehn Tagen muss er herausfinden, wer der Urheber der Sabotageakte ist, sonst... Der tödliche Absturz eines Freundes mit einer möglicherweise sabotierten Maschine zwingt ihn schließlich dazu, seine Verantwortung und Mitschuld anzuerkennen. Er macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und stößt auf Überraschendes. 

Das von Carl Zuckmayer zwischen 1942 und 1945 verfasste Stück, 1946 im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt, wurde der größte Theatererfolg der Nachkriegsjahre. Überall diskutierte man Zuckmayers Auseinandersetzung mit Widerstand und Mitläufertum im Dritten Reich lebhaft und kontrovers. Zuckmayer ging es jedoch nicht allein um die Mitschuld all jener, die die NS-Diktatur mitgetragen haben, sondern auch um die Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt, wenn moralisch durchaus gerechtfertigter Widerstand den Tod unschuldiger Menschen in Kauf nimmt. Gerade im Hinblick auf den heutigen Umgang mit Terror und Gewalt ist Zuckmayers Drama wieder beklemmend aktuell.

Bereits im Januar 2016 begeisterte uns das Ensemble in Amberg und wurde im Herbst 2016 mit dem 2. INTHEGA-Preis DIE NEUBERIN ausgezeichnet.