Evita

Gesangstexte von Tim Ryce, Musik von Andrew Lloyd Webber | Inszenierung der Originalproduktion von Harold Prince | Deutsch von Michael Kunze

Argentinien, 1934: Eva Duarte, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, zieht als Fünfzehnjährige aus ihrem kleinen Heimatdorf nach Buenos Aires, wo sie schnell zur populären Sängerin und Schauspielerin avanciert. Geschickt wählt sie ihre Liebhaber so aus, dass sie nach und nach Zugang zu den einflussreichsten Gesellschaftskreisen erhält. Schließlich lernt sie den machtbesessenen Politiker Juan Perón kennen und heiratet ihn, kurz bevor dieser zum Präsidenten gewählt wird. Als First Lady nimmt sie nun maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke ihres Landes. Nur der junge Revolutionär Che scheint die skrupellosen Machenschaften des Diktatorenpaares zu durchschauen. Um ihr Ansehen zu steigern, engagiert sich Evita – wie sie vom Volk mittlerweile genannt wird – vehement für die Armen und Unterdrückten und wird so schon zu Lebzeiten zum schillernden Mythos. Schließlich will sie gar als Vizepräsidentin kandidieren. Doch sie ist unheilbar krank...

Geschickt mischten Andrew Lloyd Webber und Tim Rice Fiktion und Realität in diesem durchkomponierten Hit-Musical und schufen mit Evita eine der facettenreichsten und anspruchsvollsten Frauenfiguren des Genres. Ähnlich vielgestaltig ist die Musik: lateinamerikanische Rhythmen, Tangos, klassisch romantische Klänge – und natürlich der berühmte Song Wein’ nicht um mich Argentinien machten aus „Evita“ einen Welterfolg.

Zum wiederholten und erfolgreichen Male eine Kooperation mit dem alten Schauspielhaus Stuttgart – zuletzt mit „Die Blechtrommel“, „Jeder stirbt für sich allein“ und „Der Kaufmann von Venedig“ zu Gast im Stadttheater.