Im weißen Rössl

Singspiel von Hans Müller und Erik Charell, frei nach dem gleichnamigen Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg

Die Gäste des Hotels Zum weißen Rössl sind sich ganz sicher: Im Salzkammergut, da ka’mer gut lustig sein!. Dort, wo man im Dreivierteltakt sein Herz verliert, herrscht Hochsaison: Ottilie reist mit dem reichen Papa an, während Professor Hinzelmann und Tochter Klärchen zwei Jahre gespart haben, um trotz kargen Budgets die Schönheit der Berge kennenzulernen. Der junge und ‚schöne‘ Sigismund hat einen beruflichen Auftrag vom Herrn Vater zu erfüllen, und Rechtsanwalt Dr. Siedler reist einfach zur Entspannung an seinen liebsten Urlaubsort. Im Weißen Rössl ist er Stammgast – und die fesche Rösslwirtin Josepha bereitet sein Zimmer ganz besonders liebevoll vor – sehr zum Missfallen ihres Oberkellners Leopold, für den es einfach nur wunderbar wäre, von seiner schönen Chefin geliebt zu werden. Diese hat allerdings alle Hände voll zu tun – mit den Gästen, dem Dr. Siedler – und schließlich wünscht auch noch Seine Majestät, Franz Joseph I., ebenfalls in ihrem Hause zu logieren. Mit beherzter kaiserlicher Intervention und viel ohrwurmträchtiger Musik von Benatzky, Stolz, Gilbert & Co. (Es muss was Wunderbares sein, von Dir geliebt zu werden, Im weißen Rößl am Wolfgangssee, da steht das Glück vor der Tür, Die ganze Welt ist himmelblau, wenn ich in deine Augen schau, Mein Liebeslied muß ein Walzer sein u. a.) findet am Ende aber doch noch jedes Töpfchen sein Deckelchen.