Amberger Chorgemeinschaft

Das 19. Jahrhundert war geprägt von politischen, gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Revolutionen. Sind wir uns heutzutage noch bewusst, dass, noch bevor Beethovens 9. Symphonie oder Webers „Freischütz“ uraufgeführt wurden, bereits die ersten Lokomotiven rollten oder die ersten Dampfschiffe die Ozeane kreuzten; dass sich Verkehr, Technik und kapitalistische Wirtschaft in einer schwindelerregenden Progression entfalteten, welche die Fundamente der Gesellschaft ins Wanken brachte? 

Die Musik dieser Zeit spiegelt von all dem nur sehr wenig wider. Lauscht man einzig ihren Klängen, dann erfährt man von der eigentlichen Problematik der Zeit nichts. Es ist wie eine Flucht aus der Realität in die Welt der Vergangenheit, der Phantasie, des Märchens oder die des Traumes. Das lyrische Ich ist in jener Zeit beständig auf der Suche nach „Heimat“, nach Geborgenheit, in einer Welt, die für die meisten seiner Zeitgenossen fremd geworden war. Die Tonkunst entdeckt für sich die Literatur, die Zauber- und Phantasiewelt des Märchens oder die der Sagen. Es entstand ein reiches Schaffen und ganz neue Klangwelten entwickelten sich zwanglos aus diesen neuen poetischen und metaphysischen Elementen, welche sich mehr und mehr in der Klangwelt der Romantiker breit machten. 

Aus diesem reichen Schaffen der Romantik hat die Amberger Chorgemeinschaft in Kooperation mit der Berufsfachschule für Musik und dem SGS Fotoclub Amberg, ein hörens- und sehenswertes Programm zusammengestellt.